Was genau
ist eine Hochzeitszeitung?
Darunter versteht man eine Zeitung oder Zeitschrift, die zum Anlass einer
Hochzeit erstellt wird. Sie soll das Brautpaar auf möglichst unterhaltsame
Art von verschiedenen Seiten beleuchten und als Erinnerung dienen. Die
Hochzeitszeitung wird dann unter Angehörigen und Freunden des Paares
verteilt - oft auf Basis freiwilliger Spenden, die den Jungvermählten
übergeben werden.
Grundregeln
1. Die Hochzeitszeitung ist ein Erinnerungsstück für Brautpaar
und Gäste - sie ersetzt keine Hochzeitsspiele oder einen guten Diskjockey.
2. Die Zeitung wird mit witzigen und mitunter provokativen Beiträgen
interessanter als mit langweiligen Lobreden. Achten Sie aber darauf, dass
Witze niemals verletzen, und beachten Sie die Grenzen des guten Geschmacks.
3. Die Artikel sollten nicht zu lang sein, da sie dann oft auch langweilig
werden (Faustregel: allerhöchstens ein bis zwei DIN A4 Seiten).
4. Persönliche Fotos lockern lange Texte auf, und je älter die
Bilder sind, umso größer ist oft ihr Unterhaltungswert.
5. Bestimmte Dinge, wie z.B. Loblieder auf den Exfreund der Braut, gehören
nicht in eine Hochzeitszeitung.
Was schreibt man
in eine Hochzeitszeitung?
Alles, was Ihnen für den Anlass wichtig und geeignet erscheint: Meist
sind das Beiträge und Fotos aus der Junggesellenzeit von Braut und
Bräutigam, witzige Berichte und Anekdoten von den Anfängen ihrer
Liebe, humorvolle Charakterisierungen der beiden Jungvermählten,
Karikaturen, Liedtexte, Kinderzeichnungen, Sinnsprüche, kleine Geschichten
zum Thema Liebe und Ehe oder auch Gedichte.
Wer übernimmt
die Herstellung einer Hochzeitszeitung?
Häufig bilden enge Freunde und Verwandte eine Redaktion und teilen
die anfallenden Aufgaben unter sich auf. Natürlich können Sie
darüber hinaus noch Ihnen wichtig erscheinende Menschen um Text-
oder Bildbeiträge bitten - wie etwa alte Lehrer aus der Schulzeit
oder Seelsorger. Wichtig ist, dass Sie mit der Organisation des Projektes
rechtzeitig beginnen - erfahrungsgemäß dauert es oft länger
als geplant, bis alle gewünschten Beiträge eingetrudelt sind.
Tipp: Überlegen Sie schon von Anfang an, welches Format und welchen
Umfang Ihre Zeitung haben soll, wie Sie sie drucken und binden lassen
wollen und welche Kosten in etwa dafür erforderlich sind.
Sollen wir unsere
Hochzeitszeitung vor oder nach der Hochzeit oder direkt auf der Hochzeitsfeier
herausgeben?
Am häufigsten werden Hochzeitszeitungen direkt auf der Hochzeitsfeier
verteilt. Dabei empfiehlt es sich aber, den richtigen Zeitpunkt dafür
abzuwarten - erfahrungsgemäß sind viele Gäste nach dem
Austeilen so sehr mit Lesen und Lachen beschäftigt, dass sie ihre
Umgebung zumindest vorübergehend völlig vergessen.
Sie können eine Hochzeitszeitung aber natürlich auch vor oder
nach dem Tag der Hochzeit verteilen - entweder als eine Art "Aperitif"
für den großen Tag oder eben als "Digestif" - z.
B. mit aktuellen Hochzeitsbildern.
Haben Sie Tipps
zu Druck und Bindung der Hochzeitszeitung?
Meist ist ein normaler Copy-Shop für den Druck völlig ausreichend!
Bei größeren Kopie-Mengen geben die meisten von ihnen Mengenrabatte
- fragen Sie danach!
Für die Bindung können Sie - je nach Geschmack - eine einfache
Fadenbindung (Blätter lochen und mit Zierfäden verbinden), Heftzwecken
oder die etwas teureren Spiral- oder Heißbindungen wählen.
Beispiel Titelblatt:
GLÜCKWUNSCH!
Die Welt ist restlos begeistert, berauscht, besinnungslos, entzückt,
exaltiert, frenetisch, feurig, fieberhaft, heißblütig, hitzig,
impulsiv, kopflos, leidenschaftlich, rasend, stürmisch, schwärmerisch,
tobend, unbändig, verzückt, wild und wahnsinnig, dass Maria
und Josef heute geheiratet haben.
Lesen Sie die Exklusivstory mit Fotos auf den Seiten 3-5.
KOCHREZEPTE:
Ehe- Pfanne
(nur für zwei Personen, sonst unbekömmlich und schwer im Magen
liegend)
Zutaten:
2 Herzen
2 Seelen
700 g Vertrauen
500 g Verständnis
250 g Humor
1000 g Liebe
5 gehäufte Esslöffel Zärtlichkeit
1 bis 6 Schuss Sex
Zubereitung:
Die Herzen gründlich säubern, die Seelne häuten. Beide
in Vertrauen wenden und mit einer Mischung aus Toleranz und Verständnis
panieren.
Dann zusammen mit den übrigen Zutaten scharf anbraten und auf kleiner
Flamme warmhalten. Vor dem Servieren mit einem guten Schuss Sex flambieren
und mit Zärtlichkeit übergießen.
Das Gericht gewinnt durch Beigabe von gemeinsamen Hobbys und Gewohnheiten
nach Wahl an Geschmack.
Zu intensives Abschmecken oder mögliches Zusammenfallen durch zu
häufiges "in den Topf gucken" sollte man möglichst
vermeiden.