Viele Frauen träumen
bereits von jungen Jahren an von ihrem Traummann und der dazugehörigen
Traumhochzeit, welche sie für immer mit der Liebe ihres Lebens vereinigt.
Eine Frau hat eine ganz klare Vorstellung von dem, was sie möchte
und wie der Tag perfekt wird. Entsprechend straff muss auch alles durchorganisiert
sein, damit sie am Hochzeitstag selber an nichts denken muss, als an das
unglaublich schöne Gefühl, die Liebe des Lebens angetraut zu
bekommen.
Um dies zu erreichen,
müssen viele Vorkehrungen getroffen werden. Viele Frauen gehen vor
ihrer Hochzeit noch einmal zur Kosmetikerin
und lassen sich rundum schön machen, für diesen ganz besonderen
Tag. Es wird dezent Schminke aufgetragen, die Fingernägel werden
geschnitten und gegebenenfalls lackiert, die Füße erfahren
eine Pediküre und die Haare werden entsprechend den Wünschen
der Braut neu gestylt. In die neue Frisur kommen dann traditionell mehrere
Myrthenzweige, die mit nicht sichtbaren Drähten befestigt werden
während der Mann einen Junggesellenabschied
plant.
Auch für die
Hochzeitsfeier
muss alles gut organisiert sein. So erstellt die Braut oftmals eine Sitzordnung
und entwirft kleine Kärtchen, die auf die einzelnen Plätze gelegt
werden und jedem Hochzeitsgast seinen ganz persönlichen Platz zuweisen.
Das Catering muss organisiert
werden und die Speisen den eigenen Wünschen und den Vorlieben der
Gäste angepasst werden. Auch die Musik
und den Schmuck des Raumes nimmt immer mehr die Braut in die Hand.
Zur Hochzeit selbst
kommt die Braut traditionell zu spät, trägt ein wunderschönes
Hochzeitskleid, mit langer
Schleppe oder Schleier und einen Blumenstrauß.
Sie hat mehrere Brautjungfern, die sich um alle noch anfallenden Aufgaben
kümmern und die Braut während des Hochzeitstages rundum versorgen
und unterstützen.
Der Hochzeitstag
ist für den Bräutigam mit der schönste Tag in seinem Leben.
Doch die eigentliche Arbeit dafür, dass dieser Tag auch so schön
wird, wie er ihn gerne hätte, muss bereits im Vorfeld erledigt sein.
Die Trauringe müssen besorgt,
die Kirche organisiert und geschmückt, die Blumenkinder
bestellt und die anschließende Hochzeitsfeier ausgerichtet sein.
Ist dies der Fall kann sich der Bräutigam ganz seinem Glückstag
hingeben und die noch verbleibenden Arbeiten dem Trauzeugen überlassen.
In manchen Regionen
ist es Tradition, dass die Braut zur Hochzeit zu spät kommt und den
Bräutigam warten lässt. Dies soll zum einen seine Treue und
Geduld noch einmal testen, soll ihm zum anderen aber auch zeigen, was
ihn in der Ehe alles erwarten kann. Während der Trauung
war es früher üblich, dass der Bräutigam die Hand auf derjenigen
seiner Frau hat, weil er in der Ehe das Sagen haben und die Ehe leiten
sollte. Heute ist es vielmehr üblich, dass die Brautleute zur Hochzeit
die Hände ineinander verschränkt nebeneinander halten. Hierdurch
soll gezeigt werden, dass sie gleichberechtigt sind. Der Bräutigam
steckt aber immer noch seiner Frau den Ring zuerst an.
Zumeist trägt
der Bräutigam während der Hochzeit einen Anzug
und spätestens im Anschluss an die Trauung einen Zylinder. Er ist
für das Begrüßen der Hochzeitsgäste mitverantwortlich,
hält eine Hochzeitsrede
auf der anschließenden Hochzeitsfeier, schneidet den Kuchen an und
eröffnet mit seiner Braut den ersten Tanz.
Nach der Hochzeitsfeier
ist es üblich, dass der Bräutigam seine Frau über die Schwelle
trägt und sie somit in das neue, gemeinsame Heim einführt.