Hochzeit aus politischem Kalkül – Hochzeit aus Leidenschaft: Eleonore von Aquitanien

Leider war kein Bild von Eleonore zu finden, aber sie muss sehr schön gewesen sein. Die linke Szene zeigt die Hochzeit zwischen Eleonore und Ludwig VII., die rechte Szene die Grabstätte von Eleonore und Heinrich in Fontevrault. Eine Darstellung aus dem 14. Jahrhundert. Quelle: Wikipedia
Als die erst fünfzehnjährige Eleonore von Aquitanien zum ersten Male am 25. Juli 1137 heiratete, da war keine Liebe im Spiel. Sie wollte den französischen Königssohn Ludwig VII. nicht, und er wollte eigentlich Mönch in einem Kloster bleiben. Doch weil sein älterer Bruder gestorben war, wurde sein Schicksal mit Eleonore entschieden, die ihn wenige Monate nach dem Tod ihres Vaters, des Herzogs Wilhelm X. von Aquitanien, heiratete. Der plötzliche Tod des Vaters sorgte für Gesprächsstoff, man sprach später von Vergiftung, denn Eleonore brachte reiche und attraktive Herzogtümer in das bis dahin nicht besonders große französische Königreich mit in die Ehe: Aquitanien, die Gascogne und die Grafschaft Poitou
So stand denn dieses ungleiche Paar in der Kathedrale von Bordeaux vor dem Altar, und in der Hochzeitsnacht schaffte es der junge Ehemann nicht, mit seiner Angetrauten die Ehe zu vollziehen. Einerseits war die junge Frau zornig darüber, andererseits aber auch ängstlich und wenig aufgeklärt, also anders, wie das heute der Fall ist. Also versuchte sie das Beste aus ihrer Ehe zu machen, und sie schaffte es, in dem kühlen französischen Hofstaat trotz aller Intrigen eine lebensfrohe und fröhliche Atmosphäre zu schaffen, wie sie es von zuhause im warmen Süden mit Troubadouren und Gesang und Tänzen gewohnt war. Das gefiel ihrem sehr frömmelnden Ehemann überhaupt nicht. Trotzdem schaffte er es, zwei Töchter zu zeugen, doch es waren eben „nur“ Töchter. Der erwartete Thronfolger blieb aus. So erfreute sich denn Eleonore mit Liebhabern, bis sie dann per Zufall Heinrich von Plantagenet kennenlernte bei einem Jagdausflug. Die Leidenschaft loderte in beiden hoch. Doch was tun?
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Schon wieder macht ein hochadeliges Liebespaar von sich reden und schürt Hochzeitsgerüchte vom Feinsten – nicht nur im Königreich Großbritannien sondern auch bei uns in Deutschland. Prinz William, der seit Jahr und Tag unter dem Verdacht steht, seine Freundin Kate Middleton letztendlich zum Traualtar zu führen, kommt zur Zeit in den Genuss einer sehr mittelstandsfreundlichen Spekulation! 40 Millionen Pfund sollen für die Ausrichtung der Hochzeit zur Verfügung stehen. Prächtiger Blumenschmuck, göttliche Speisen und Getränke, hunderte Bedienstete, feinste Drucksachen, noble Garderoben, die besten Schneider und teuersten Friseure – wer und was hat nicht alles zu einem solchen Fest seinen Beitrag zu leisten! Und so wären denn die Steuergelder endlich einmal richtig gut angelegt, selbst wenn es ein paar englische Pfund mehr oder weniger sind, die Prinz William anlegen wird – aber meistens werden es ja eher „ein paar Mark mehr“ sein, als geplant, wie man früher in Deutschland so schön sagte.




