Wenn Oma und Opa Goldhochzeit feiern

Ist es denn zu glauben: Da steht Oma in einem fliederfarbenen Kleid mit Opa an der Hand, er, mit Fliege und blütenweißem Hemd und einer goldenen Nadel im Revers vor der Türe und begrüßen lachend ihre Gäste:  Sie wollen noch einmal heiraten!

Vor genau 50 Jahren haben sie sich ihr Ja-Wort gegeben, ihre Kinder haben schon wieder selbst Kinder, Oma und Opa sind glückliche Großeltern und freuen sich auf eine neue Hochzeit. In manchen Gegenden ist es üblich, sich nach 50 Jahren noch einmal das Ja-Wort zu geben, ganz feierlich, mit Kirche und vor der ganzen Familie, mit vielen Freunden und Bekannten. Es wird ein richtig großes Fest, denn jetzt feiern auch die eigenen Kinder mit, die beim ersten Ja-Wort noch nicht dabei waren, es feiern die Enkel mit, die stolz sind auf die feschen Großeltern, die immer gutgelaunt und mit viel Elan bei allen Festen und Feiertagen zu Gast sind.

Nun stehen sie im Mittelpunkt: Oma ganz fesch und glücklich wie eine junge Braut, Opa stolz und voller Kraft, dass er mit seiner wenn auch nicht mehr ganz jungen, so doch stattlichen Ehefrau auch die modernen Tänze auf die Bretter schafft. Da wird so manche Enkelin staunen, wie fit Opa ist, wie Oma den Opa anhimmelt, ganz Vorbild! Es wird ein überaus fröhliches Fest, diese „Goldhochzeit“ nach 50 Jahren.

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Goldene Hochzeit feiern!

Ein ganz besonderes Erlebnis. Nicht nur prominente Paare zeigen, dass es möglich ist.

Wenn in diesen Tagen Sonnenschein und milde Temperaturen uns tagsüber zu ausgiebigen Spaziergängen einladen, fällt auch auf, dass in ländlichen Gebieten wieder Gartenzäune großzügig mit goldenen Schleifchen dekoriert sind und über der Haustür des jeweiligen Anwesen mächtig und eingerahmt die Zahl 50 prangt. Blitzartig schießt es durch den Kopf: Eine „Goldenen Hochzeit“ ist dort angesagt!

Nun, sich heutzutage noch vorstellen zu können, 50 Jahre und mehr mit ein und demselben Partner verheiratet zu sein, bedeutet schon eine enorme Fantasie in Gang zu setzen.
…….  was ist es, dass die Ankündigung oder das Wissen über eine “Goldene Hochzeit“ – selbst Menschen, die sich gar nicht kennen, – mehrheitlich inne halten lässt? Staunend schaut man ganz intensiv das Paar an, schaut auf die Dekoration im Garten oder die Anzeige in der Zeitung und denkt sich: „alle Achtung!“ Noch nie habe ich dagegen gehört, dass jemand gesagt hätte: „Selber Schuld“.

Sicher hat es damit zu tun, dass solche Paare zum Beispiel im Leben das große Glück hatten, sich miteinander nur selten zu langweilen. Liegt es an der besonderen Fähigkeit, die nur bedingt trainierbar und erlernbar ist, in schwierigen Situationen zu sagen: „Jetzt erst recht!“ – und mit einer solchen Fähigkeit müssen ja dann auch beide Partner ausgestattet sein, denn einer alleine hält das wohl kaum 50 Jahr durch! Und sie wird mindestens im Wechsel zum Vorschein kommen müssen, diese spezielle Charaktereigenschaft – idealerweise bei beiden Partnern auftreten, wenn es kracht und zu zerbrechen droht, das Lebensbild. Weiterlesen

Goldhochzeit

Rezept für lange Ehe: Ab und zu nachgeben
 
Oberreichhofen – Seit 50 Jahren sind Marianne und August Spötzl aus Obereichhofen ein Paar. Gestern gratulierte der Aßlinger Bürgermeister Franz Hilger zur Goldenen Hochzeit.  

,,Auf einem Gartenfest in Aßling”, lacht August Spötzl aus Obereichhofen auf die Frage, wo er seine Marianne kennengelernt hat. Da war die junge Frau 22 Jahre alt und ihr Zukünftiger war 25. Dass er vor seiner Ausbildung als Zimmerer in der Landwirtschaft gearbeitet hatte, war für die Verbindung von Vorteil ­ schließlich heiratete August Spötzl auf dem ,,Zenz’nhof” ein, aus dem seine Frau stammte.

Seitdem sind die beiden ein Paar und haben mit fünf Kindern und zehn Enkelkindern eine stattliche Zahl von Nachwuchs. Die Verwandschaft und die Freunde des Paares ­ etwa 80 Personen ­ feierten die Goldene Hochzeit der rüstigen Eheleute, die in der Landwirtschaft auch nach der Übergabe des Betriebes immer noch ihren Mann stehen: Er auf dem Feld, sie in der Küche.

Quelle: Ebersberger Zeitung

 Herzliche Glückwünsche auch von  der www.hochzeit-premium.de Redaktion.
 
 

Gedichte zur goldenen Hochzeit

Zur Goldenen Hochzeit
Wenn die Hochzeitsglocke läutet
hör’ ich immer gerne zu,
denn ich weiß ihr Klang bedeutet:
Heut ist “Lebensrendezvous”.
Grüne Hochzeit feiern viele,
silberne gibt es auch im Land,
doch zum fünfzigjährigen Ziele
sind die wenigsten im Stand.
Fünfzig Jahre Eheleben
fest vereint in Glück und Leid,
immer nur das Beste geben,
ist schon keine Kleinigkeit.
Was ihr beide nun vollendet,
liebes Jubelehepaar,
hat der Herrgott euch gespendet
als sein Treue-Honorar.
Gab es auch manch schwere Stunde

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Golden, silbern, eisern, ehern

nennt die Alter man der Welt,

und zum Mindern von dem Höhern

schreitet fort sie, wird erzählen.

Doch der Mensch in unsern Tagen

sieht die Alter sich verkehrt:

Jugend, die schon Sorgen plagen,

zeigt nur eisern ihren Wert.

Erzgewappnet geht das Leben,

selbst die Liebe wird zum Streit,

und dem stets erneuten Streben

liegt der Ruhe Glück so weit.

Erst nach durchgekämpften Jahren

lacht das Schicksal wieder hold,

und ,it Silber in den Haaren

wird die Zeit, die Ehe – Gold.

Franz Grillparzer

Goldene Hochzeit

Gedichte zur goldenen Hochzeit:

Man hört von seltnen Bäumen sagen
In Südens Sonne warm und weich,
die duftig helle Blüten tragen
und goldig süße Frucht zugleich. -
Wir brauchen nicht so weit zu gehen
Zum fernen Land Italia,
so reich geschmückte Bäume stehen
auch in der deutschen Heimat da:

Bei goldenem Fest in Silberhaaren,
auch wenn der Frühling längst verblüht,
und über viel geliebte Bahren
der kühle Wind des Herbstes zieht,
wo Kind und Kindeskind Euch grüßen,
und Eures alten Hauses Raum
recht wie ein frischer Kranz umschließen,
das ist der rechte Wunderbaum.

Auf’s neue weihtr Euch Gottes Segen,
der einst zusammen Euch geführt,
der auch auf harten, steilen Wegen
Euch wunderbar und wohl regiert,
er weiht nicht junger Liebe Flammen
für eine kurze Lebenszeit,
er gebe tröstend Euch zusammen
für eine sel’ge Ewigkeit!

  • von Ottilie Wildermuth, 1817 – 1877

Kennst Du die Freundin in der Ferne?

Kennst Du die Freundin in der Ferne?
Sie ist Dir geistig zugewandt,
Und sieht von einem höher’n Sterne
Für Dich herab des Glückes Pfand.

Ja, Du bist glücklich! denn was teuer
Und wertvoll Deinem Herzen ist.
Das bietet Dir die heut’ge Feier
Für eine lange Lebensfrist.

Und fehlt auch Manche hier im Kreise,
Und deckt sie auch das stille Grab,
So blickt sie doch nach Geisterweise
Jetzt liebevoll auf Dich herab.

Ja, Du bist glücklich! Bleib’ es immer,
Und wall’ auf langer Erdenbahn,
Umlächelt von des Glückes Schimmer,
Zum Thron des Glückes selbst hinan!

Universal Gratulant 1845